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Im schwäbisch-alemannischen Fasnetsbrauch ist die Gabel
nach dem Volkskundler Anton Birlinger ein uralter Name für die "Drei
zügellosen Donnerstagabende vor der Fasnet". Aus ihnen entwickelte sich das heutige "Maschgra gau". |
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Einzelne Maschker oder ganze Maschkergruppen
glossieren Ereignisse des vergangenen Jahres oder "mached d'Leut
aus", verkörpern darstellenswerte Personen, die das eine oder
andere "botzgad hand" (die bei Streichen Opfer oder Täter
waren). Die Wirtschaften, an allen drei "Gabeln" gerammelt
voll, werden nacheinander von den mit Häs und Larven verkleideten
Maschkern besucht.
Die oft glossierenden Narrenspiele, in die auch das Publikum einbezogen
wird, entfesseln bei den Zuschauern einen riesigen Spaß. Die Darstellung
"lebendiger Bilder" , aktueller oder politischer Ereignisse
und vieles mehr sind gängige Erscheinungen. Die "Goldene
Regel" des Maschkers besteht eigentlich nur darin, unerkannt zu
bleiben, |
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Auch darf er niemand persönlich
beleidigen, ansonsten hat er vollkommene Narrenfreiheit. Sein Rügerecht
kann bis zum Geht-nicht-mehr ausgeschöpft werden, was in der Regel auch
reichlich ausgenutzt wird. Nach dieser ersten Runde demaskieren sich die Maschker und gehen zum zweiten Mal durch alle Wirtschaften, um zu zeigen, wer hinter dem ganzen Possenspiel gesteckt hat. Bei der Vielzahl der Motive und Themen, die die Maschker vorstellen, hält die Hochstimmung in den Narrenlokalen bis in die frühen Morgenstunden an. |